Strapless Kitesurfing – Directional Board vs. Twintip

Die Bezeichnung Strapless Kitesurfing steht, wie der Name schon sagt, für das Kitesurfen mit einem Kiteboard ohne Schlaufen. Eingeschworene Fans dieses Fahrstils, bei dem man die Füße frei auf dem Board bewegen kann, sprechen von der Königsdisziplin des Kitesurfens. Sicherlich etwas schwieriger zu erlernen, da das Board ja nicht durch Schlaufen auf den Füßen fixiert ist. Jedoch belohnt es mit einem besonderen Fahrerlebnis und Gefühl der Freiheit!

Im Wesentlichen gibt es gibt zwei Boardtypen, die für den Spaß ohne Schlaufen in Frage kommen.

Strapless Directional Board

Ein strapless directional Board wird überwiegend in Wellen eingesetzt, daher trifft man am häufigsten auf Bezeichnungen wie Waveboard oder Surfboard. Es hat in der Regel ein Volumen von rund 20 Liter und 3 Finnen am Heck. Das Deck ist mit einem Grip Pad bzw. Traction Pad ausgestattet, welches dem strapless Kitesurfer sicheren Halt auf dem Board gibt. So verliert er beim Einleiten von Manövern nicht die Kontrolle und rutscht nicht weg. Alternativ wird das Kiteboard mit Surf Wachs behandelt, dies hat denselben Effekt.

Diese Art des stapless Kitesurfing ist besonders gut geeignet für Wellenreviere mit flachen Sektionen zwischen den Wellen. Solche sind zum Beispiel Paracuru in Brasilien oder Punta Preta auf den Kapverdischen Inseln, wo die stapless Superstars wie Airton Cozzolino, Machu Lopes oder Mitu Monteiro beheimatet sind. Zu den bekanntesten Herstellern, die sich mit der top Performance ihrer strapless Kiteboards einen exzellenten Namen erarbeitet haben, zählen Marken wie Duotone oder F-One.

Ist ein herkömmliches Waveboard für Einsteiger geeignet?

Für Einsteiger ist diese Art des strapless Kitesurfens allerdings sehr schwer erlernbar, fast ungeeignet. Man braucht außer Erfahrung auf dem Wasser auch viel Übung und Geschick, um zwischen den Wellen sicher manövrieren zu können. Man will auch nicht unbeabsichtigt auf dem felsigen Strand landen.

Fährt man hingegen mit seinem Kiteboard nicht in den flachen Sektionen zwischen den hohen Wellen, sondern im Chop, werden die Schläge der kleinen Windwellen direkt über das Board auf die Beine übertragen. Schnelle Ermüdung und häufige Stürze sind die unweigerliche Folge, der Spaß am Kiten schwindet dahin.

Ein directional strapless Board hat für strapless Einsteiger weitere wesentliche Nachteile. Da es nur in eine Richtung zu fahren ist, muss man bei der Wende die Nase des Kiteboards in die andere Fahrtrichtung drehen. Ein Richtungswechsel funktioniert gegen den Wind mit einem sogenannten Tack (Wende). Die zweite Möglichkeit ist mit dem Wind, dann nennt man es einen Jibe (Halse). Beide Manöver sind komplexe Bewegungsabläufe, die viel Übung erfordern. Für einen sicheren Tack in unruhigem Wasser oder großen Wellen kann man schon mal 3 Jahre Training einplanen.

Strapless Bidirectional Board bzw. Twintip

Eine andere Art des strapless Kitesurfens ist auf einem stapless bidirectional Board, kurz als Twintip bezeichnet. Hier handelt es sich um ein symmetrisches Kiteboard mit High Tech Unterwasserschiff bestehend aus einem Holzkern, auf jedem Tip 2 Finnen und einem großflächigen Grip Pad auf der Oberseite. Board und Grip Pad bringen es auf etwa 10 Liter Volumen.

Für diese Art Kiteboard hat sich die Bezeichnung Mutant etabliert. Mutants sind optimal geeignet für strapless Kitesurfen in Flachwasser und kleinen Wellen ohne flache Sektionen, also auch für Chop, Windwellen oder kleinere Brandungswellen bis etwa eineinhalb Meter. Die Vorteile des Mutants liegen auf der Hand! Das Mutant ist in beide Richtungen fahrbar, kann mit einem Switch gedreht (geswitcht) werden und läuft auf Grund des geringen Volumens mehr durch das Wasser als oben auf. Dies gibt einem Einsteiger mehr Kontrolle über das Board und Sicherheit, es wird auch im Falle eines Sturzes nicht so schnell vom Wind verblasen und macht eine Boardleash überflüssig. Auf Grund des high Performance Venturi Unterwasserschiffes hat es hervorragende Fahreigenschaften am Low End und ist somit auch für Reviere und Tage mit schwachem Wind sehr gut geeignet.

Derzeit weltweit einziger Hersteller ist die österreichische Boardmarke Woodboard! Hier findest du das Mutant Beam und das Mutant Split Kiteboard für einfaches Verstauen im gewöhnlichen Koffer und bequemes Reisen.

Directional versus Twintip

Strapless directional Kiteboard Strapless bidirectional Kiteboard
Beginner

⭐️

⭐️⭐️⭐️

Flachwasser

⭐️⭐️

⭐️⭐️⭐️

Windwelle bis 1,5m

⭐️⭐️

⭐️⭐️⭐️

Brandungswelle über 1,5m

⭐️⭐️⭐️⭐️

⭐️